Geothermisches Potential tiefliegender Aquifere (Hydrothermale Systeme)

Die Nutzung des geothermischen Potentials tiefliegender Aquifere ("hydrothermale Systeme") erfordert in der Regel mindestens zwei Bohrungen, die den Aquifer erschließen. Durch sie wird in einem geschlossenen Kreislauf Wasser geleitet, das die Wärme dem Aquifer entzieht und an der Oberfläche über einen Wärmetauscher einer Nutzung (z. B. Stromerzeugung, Fernwärme) zuführt. Für die Stromerzeugung geeignete Aquifere (Temperaturen mindestens ca. 100°C) sind in Deutschland ausschließlich im Norddeutschen Becken, im Oberrheingraben und im süddeutschen Molassebecken bekannt. Das geothermische Potenzial tiefliegender Aquifere ist in Thüringen durch ihre relativ geringe Temperatur und Ausdehnung eingeschränkt.

Die in Thüringen potentiell geothermisch nutzbaren Aquifere werden nachfolgend qualitativ und quantitativ näher beschrieben (siehe Abbildungen in der nachfolgenden Dokumentation "Geothermisches Potential tiefliegender Aquifere"); Grundlage hierfür ist eine von der Firma Geothermie Neubrandenburg GmbH im Auftrag der Thüringer Landesanstalt für Geologie durchgeführte Studie. Die in tiefliegenden Aquiferen maximal nutzbaren Temperaturen erreichen im Thüringer Becken bis zu 50°C und in Südthüringen bis zu 70°C. Dargestellt werden nur Gebiete, in denen aufgrund der bekannten petrophysikalischen Eigenschaften eine Nutzung möglich erscheint. Details zu den geothermischen Potentialen der einzelnen Aquifere können den für den Maßstab 1:200.000 erarbeiteten Karten entnommen werden, in die alle relevanten Daten zum geologischen Aufbau und zur Temperatur des tieferen Untergrunds Thüringens eingeflossen sind:

Dokumentation "Geothermisches Potential tiefliegender Aquifere" (zum Onlineblättern)

  Dokumentation "Geothermisches Potential tiefliegender Aquifere" (im PDF-Format)



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