Inhalt
Lokale Agenda 21
Allgemeines
Nach der
Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio de Janeiro wurde die lebens- und überlebenswichtige Bedeutung einer Nachhaltigen Entwicklung in allen Lebensbereichen und auf allen gesellschaftlichen Ebenen in den Mittelpunkt der Überlegungen und Handlungen zur Gestaltung einer lebenswerten Zukunft aller Menschen der Erde und für zukünftige Generationen gestellt. Auch in Deutschland haben viele Kommunen damit begonnen, Konzepte für eine zukunftsfähige Entwicklung auszuarbeiten. Während manche Kommunen noch am Anfang der Bemühungen stehen, haben andere Entwürfe für eine
Lokale Agenda 21 erstellt oder sind mit der Umsetzung konkreter Maßnahmen beschäftigt. Spätestens in der Umsetzungsphase stellt sich für die Kommunen jedoch die Frage nach Möglichkeiten der Erfolgskontrolle von Agendamaßnahmen. Gerade für solche langfristig angelegten Planungen und Entwicklungsstrategien ist ein regelmäßiges Monitoring sowie eine Kontrolle der Ergebnisse und Auswirkungen unverzichtbar.
Indikatoren im Rahmen einer Lokalen Agenda 21 - Ein Leitfaden -
Eines der Hauptprobleme war das Fehlen geeigneter Messgrößen und Indikatoren, an denen die kommunale Entwicklung unter dem Aspekt der nachhaltigen Entwicklung bewertet werden konnte. Einige im Prozess weit fortgeschrittene Kommunen haben daraus die Konsequenzen gezogen und eigene Indikatorensysteme entwickelt. Mittlere und kleinere Kommunen stoßen bei einer solchen Aufgabe schnell an die Grenzen personeller und finanzieller Ressourcen. Vor diesem Hintergrund hatten sich die Länder Baden-Württemberg, Bayern, Thüringen und Hessen 1999 zu einem gemeinsamen Projekt entschlossen, das vorhandene Erfahrungen aufgreifen und den Kommunen ein einheitliches, aber dennoch flexibel an spezifische Verhältnisse anpassbares System für alle Kommunen anbieten sollte. Unter Beteiligung von 12 Städten bzw. Gemeinden und 4 Landkreisen wurde in den Jahren 1999/2000 das hier vorliegende System von Nachhaltigkeitsindikatoren entwickelt und getestet. Das Ergebnis war ein Leitfaden für die Lokale Agenda 21 dessen erste Auflage im Jahr 2000 erschien.
Praktische Erfahrungen mit einzelnen Indikatoren ließen es sinnvoll erscheinen, in manchen Fällen die Arbeitsanleitung zu präzisieren, in wenigen anderen Fällen Veränderungen vorzunehmen, die über eine Verbesserung der Erläuterungstexte hinausgehen. Darüber hinaus bestand in vielen Kommunen der Wunsch, einige Themen durch Zusatzindikatoren weiter zu vertiefen. Diesen Wünschen wurden in den Überarbeitungen für die seit 2009 vorliegende vierte Auflage Rechnung getragen. Der Leitfaden kann über den Link auf der rechten Seite heruntergeladen werden.
Einen Auszug von bisher vorliegenden Nachhaltigkeitsberichten auf der Basis dieses Leitfadens findet man am Ende desselben. Anwendungsbeispiele liegen mittlerweile auch aus Kommunen außerhalb der vier ursprünglich beteiligten Bundesländer vor. Der Leitfaden ist ins Englische übersetzt worden und liegt in dieser Sprache als CD-ROM vor. Eine Übersetzung des Leitfadens ins Spanische wurde an der Universität Santiago de Chile erstellt. Die Indikatorenliste bzw. kurze Arbeitsanleitungen gibt es mittlerweile auch in polnischer und französischer Sprache.
Das folgende Inhaltsverzeichnis gibt einen kurzen Überblick über die Indikatoren und den inhaltlichen Aufbau des Leitfadens.
Auf der rechten Seite finden Sie eine Auswahl von nützlichen Links, unter anderen zu den für die Agenda 21 zuständigen Ministerien. Auf diesen Internetseiten sind umfangreiche Informationen zum Thema verfügbar.
Zusätzlich finden Sie hier noch einige Veröffentlichungen zum herunterladen
Thüringer Aktionsplan 2009/2010
Größe: 1359598 Bytes
Lokale Agenda 21 in Thüringen
Größe: 1857261 Bytes
Energie und Klimaschutz in der Lokalen Agenda 21
Größe: 1583122 Bytes
Nachhaltige Entwicklung in Kommunen
Größe: 4436866 Bytes