Freistaat ThüringenThüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie

Inhalt

Natur und Landschaft

Wiese

Natur und Landschaft im besiedelten wie im unbesiedelten Bereich sind so zu pflegen, zu entwickeln oder wiederherzustellen, dass die Funktionsfähigkeit des Naturhaushaltes, die Regenerationsfähigkeit der Naturgüter, die Pflanzen- und Tierwelt sowie ihre Vielfalt, Eigenart und Schönheit nachhaltig gesichert werden.
In der Abteilung Ökologie und Naturschutz, Umweltkonzepte, Informationstechnik der TLUG werden die fachlichen und informationstechnischen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Arbeit der Thüringer Naturschutzverwaltung geschaffen. Die Erhebung von Grundlagendaten und die Entwicklung landesweiter Konzepte für Artenschutz, Biotopschutz, Schutzgebietsausweisung und -pflege, Landschaftsplanung, Eingriffsbegleitung und Raumplanung aber auch Umweltdatenbereitstellung, Umweltbildung und die Pflege verletzter Tiere von geschützten Arten erfolgen unter ihrem Dach. Im Artenschutzzentrum werden Tiere artgerecht aufbewahrt und gepflegt, die bei Verletzungen des Washingtoner Artenschutzabkommens beschlagnahmt worden sind.

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Icon interner Link Artenschutz

Der Artenschutz hat das Ziel, die Vielfalt der Tier- und Pflanzenarten in der Landschaft zu erhalten. Dies erfolgt durch Schutz und die Förderung wildlebender Pflanzen- und Tierarten, die Regulierung des Handels mit wildlebenden Arten sowie den Schutz und die Pflege der Lebensstätten von Arten.
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Icon interner Link Rote Listen

Der vorliegende Naturschutzreport Nr. 26 enthält 54 Rote Listen. Insgesamt 16.814 Arten (315 Wirbeltiere, 7.343 Wirbellose, 3.885 Pflanzen und 5.271 Pilze) 686 Pflanzengesellschaften und 76 Biotoptypen wurden hinsichtlich ihrer Gefährdung überprüft. Die 93 Autoren sind die besten Kenner der Thüringer Tier- und Pflanzenwelt, die meisten sind Mitglieder ehrenamtlicher Fachvereinigungen, von denen die landesweiten Basisdaten erfasst werden. Als in Thüringen gefährdet oder bereits ausgestorben wurden 3.455 Tierarten (45 %), 1.903 Pflanzenarten (49 %) 1.510 Pilzarten (29 %), 351 Pflanzengesellschaften (51 %) und 68 Biotoptypen (89 %) in die Rote Liste aufgenommen. Positive Entwicklungen wurden bei den Arten unserer Fließgewässer dokumentiert (Mollusken, Libellen, Eintags-, Stein- und Köcherfliegen, Wasserkäfer). Durch einen Rückgang gefährdeter Arten zeichnen sich auch Flechten aus. Für mehrere Arten konnte die Bestandssituation auch durch Naturschutzmaßnahmen verbessert werden (Kleine Hufeisennase, Fischotter, Luchs, Schwarzstorch, Wanderfalke, Uhu).
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Icon externer Link Spenderflächenkataster

Bei dem "Spenderflächenkataster zur Gewinnung von autochthonem Grünland-Samenmaterial für Thüringen" handelt es sich um eine Datenbank von gegenwärtig 33 potentiell geeigneter Spenderflächen für naturnahes Begrünungsmaterial, welches nach infrastrukturellen Eingriffen sowie Eingriffen in Natur und Landschaft für die Neuanlage bzw. Renaturierung von artenreichen Wiesen verwendet werden soll. Die darin ausgewiesenen Flächen eignen sich sowohl aus naturschutzfachlichen als auch wirtschaftlichen Gesichtspunkten zur Gewinnung von autochthonem Grünlandsamenmaterial.
Als Arbeitsgrundlage für Naturschutzbehörden, Verbänden und Planungsträgern und vor allem für Saatgutproduzenten, soll dieses Spenderflächenkataster die Neuanlage oder Renaturierung von artenreihen Wiesen erleichtern und damit auch einen Beitrag zur Erhaltung der biologischen Vielfalt im Naturraum leisten.
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Icon externer Link Rahmenlisten

Bei den Rahmenlisten handelt es sich um eine Zusammenstellung von gegenwärtig 339 großräumig in Thüringen verbreiteten Gräsern und Kräutern, die eine geringe innerartliche Variabilität aufweisen und bei Begrünungen auch in mehreren der thüringischen Herkunftsregionen eingesetzt werden können. Die Rahmenlisten sind als Handlungs- bzw. Verwendungsrahmen zur Begrünung von Flächen in der freien Landschaft vorgesehen. Sie sollen dazu dienen, die Ausbringung von autochthonem Pflanzenmaterial fachlich zu unterstützen sowie die Verwendung von gebietsfremden bzw. für den Standort nicht geeignetem Saat- und Pflanzengut zu vermeiden. Die Rahmenlisten können auch als PDF herunter geladen werden.
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Icon interner Link Biotopschutz

Jeder Organismus ist von bestimmten Einzelfaktoren seiner belebten und unbelebten Umwelt abhängig. Dabei existieren bei manchen Arten sehr enge Bindungen an den Lebensraum (Biotop), aus denen gefolgert werden kann, dass Artenschutz ohne Biotopschutz nicht erfolgreich sein kann.