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 Saubere Luft ist für Pflanzen, Tiere und Menschen so lebenswichtig wie Wasser und Nahrung. Fortschritte in der Menschheitsgeschichte waren oft auch mit zunehmender Luftverschmutzung durch den Menschen verbunden. Sorgten vor der Industriealisierung kleine Handwerksbetriebe und Manufakturen lokal für teils starke Belastungen, kam es durch den Betrieb großer Industrieanlagen (Chemiebetriebe, Stahlwerke, Zementfabriken, Energieerzeuger u. ä.) zu einer Luftverschmutzung in großem Maßstab - mit teils gravierenden negativen großräumigen Auswirkungen auf Mensch, Flora und Fauna sowie auf Böden, Bauwerke u. a.
Mitte des 20. Jahrhunderts erfolgte in Deutschland und in anderen Ländern ein Umdenken. War vordem der Anblick qualmender Schornsteine Ausdruck einer prosperierenden Wirtschaft, setzte sich jetzt die Erkenntnis durch, dass die damit verbundenen Schädigungen der Umwelt, einschließlich des Menschen, nicht mehr hinzunehmen waren. Gesetze wie das Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) mit seinen zugehörigen Verordnungen legten Emissions- und Immissionsgrenzwerte sowie entsprechende Fristen zur Einhaltung fest. Neben der Optimierung von Verfahren begann auch der rasante Siegeszug von Umweltschutz- und Luftreinhaltetechnik. Emissions- und teilweise Immissionswerte verringerten sich um Zehnerpotenzen.
Dass der Gesamtprozess und vor allem die Luftreinhaltetechnik zuverlässig arbeitet, dafür sorgt u. a. die messtechnische Überwachung der nicht vermeidbaren Emissionen. Kontinuierliche Immissionsmessungen erfassen in jedem Bundesland die Auswirkungen von Industrieanlagen, Landwirtschaft, Hausbrand, Gewerbebetrieben und Verkehr auf die Luft. Wichtige Messkomponenten bilden in Thüringen Feinstaub PM10, NOx, Staubniederschlag sowie Staubinhaltsstoffe (z. B. Schwermetalle), SO2 und Ozon.
Wichtigstes Ziel ist die Erhaltung bzw. die Verbesserung der Luftqualität. Gegenwärtig liegt der Arbeitsschwerpunkt in der Umsetzung der in EU-Richtlinien festgeschriebenen anspruchsvollen Grenz- und Zielwerte für die Luftqualität. Wo Grenzwerte noch nicht eingehalten werden, sind im Rahmen von Luftreinhalteplänen entsprechende Maßnahmen zur Verringerung der Luftbelastung aufzuzeigen.

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Icon interner Link Europäisches Schadstofffreisetzungs- und –verbringungsregister (PRTR)

PRTR ist ein Instrument europäischer und deutscher Umweltpolitik, mit dem betriebsbezogene Informationen zu freigesetzten Schadstoffen und erzeugten Abfällen erfasst und seit 2009 im Internet veröffentlicht werden.
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Icon interner Link Ausbreitung von Luftschadstoffen / Gerüche

Solche Berechnungen sind ein probates Mittel zur Beurteilung möglicher Auswirkungen von Betrieben und Anlagen auf die Nachbarschaft, insbesondere wenn Anlagen mit großem Geruchs- oder Schadstoffpotenzial errichtet oder geändert werden sollen.